Im November 2007 wurde mit dem sogenannten „Kniess-Haus" ein bedeutendes Projekt für die Entwicklung der Innenstadt feierlich eingeweiht.
Das Kniess-Haus ist ein typisches fränkische Bürgerhaus, das sich heute als dreigeschossiges, verputztes Fachwerkhaus mit einem massiven Erdgeschoss und einem ausgebauten Dachgeschoss präsentiert. Ursprünglich war es ein zweigeschossiges Gebäude, welches in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts um ein Stockwerk erhöht und mit einem Mansardendach versehen wurde.
Reste einer Außenmauer verweisen jedoch auf eine frühere Baugeschichte. Eine Altersbestimmung von Holzbalken ergab, dass das Haus um 1553 gebaut wurde - direkt nach dem großen Stadtbrand in Schweinfurts heutiger Innenstadt. In der Zeit um 1900 fanden weitere Veränderungen statt, die hauptsächlich den Einbau einer gusseisernen Wendeltreppe und eine neue Raumaufteilung im Erdgeschoss betrafen. In dieser Zeit wurden vermutlich auch die Oberflächen überarbeitet - eine als Untertapete benutzte Zeitung von 1898 weist darauf hin. Für das Jahr 1936 ist ein Umbau für den Bäckereibetrieb des damaligen Besitzers Adolf Kniess erfasst.











