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Rückertstraße 13 "Kniess-Haus"

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Im November 2007 wurde mit dem sogenannten „Kniess-Haus" ein bedeutendes Projekt für die Entwicklung der Innenstadt feierlich eingeweiht.

Das Kniess-Haus ist ein typisches fränkische Bürgerhaus, das sich heute als dreigeschossiges, verputztes Fachwerkhaus mit einem massiven Erdgeschoss und einem ausgebauten Dachgeschoss präsentiert. Ursprünglich war es ein zweigeschossiges Gebäude, welches in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts um ein Stockwerk erhöht und mit einem Mansardendach versehen wurde.

 

Reste einer Außenmauer verweisen jedoch auf eine frühere Baugeschichte. Eine Altersbestimmung von Holzbalken ergab, dass das Haus um 1553 gebaut wurde - direkt nach dem großen Stadtbrand in Schweinfurts heutiger Innenstadt. In der Zeit um 1900 fanden weitere Veränderungen statt, die hauptsächlich den Einbau einer gusseisernen Wendeltreppe und eine neue Raumaufteilung im Erdgeschoss betrafen. In dieser Zeit wurden vermutlich auch die Oberflächen überarbeitet - eine als Untertapete benutzte Zeitung von 1898 weist darauf hin. Für das Jahr 1936 ist ein Umbau für den Bäckereibetrieb des damaligen Besitzers Adolf Kniess erfasst.

Im Rahmen der Altstadtsanierung erfolgte auch eine sogenannte Grundstückarrondierung. Teile eines Nachbargrundstücks wurden zur Erweiterung des ursprünglichen Grundstücks benötigt. Die SWG und der Nachbareigentümer konnten hierüber eine rasche Einigung erzielen.

Unter der Leitung des Schweinfurter Architekten Bernd Ehrlitzer wurde das Gebäude durch die SWG behutsam saniert und ein wegen Baufälligkeit bereits abgebrochener Anbau wieder rekonstruiert. Heute präsentiert es sich samt seiner vielen historischen Details als wahres bauliches Kleinod.

 

Neben einer 120 m² großen Ladenfläche im Erdgeschoss entstanden 3 Wohnungen mit besonderem Flair: eine 3-Zimmer-Wohnung im 1. OG mit ca. 93 m² Wohnfläche, eine 3-Zimmer-Wohnung mit ca. 83 m² Wohnfläche im 2. OG und eine ca. 60 m² große 2-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss. Sie alle haben einen hohen Wohnwert und verfügen über eine Terrasse oder einen großen Balkon.

Zudem wurde auch die technische Ausstattung modernisiert und auf einen zeitgemäßen Standard gebracht. Das Gebäude wurde an das Fernwärmenetz der Stadt angeschlossen und mit einer modernen Heizungs- und Warmwasserversorgung ausgestattet.

Die SWG hat Städtebaufördermittel der Bezirksregierung Unterfrankens und der Stadt Schweinfurt sowie Mittel des Landesamtes für Denkmalpflege akquirieren können. Dies war für eine kostendeckende Sanierung dieses bedeutsamen Baudenkmals wichtig.

 

Die SWG hat damit nicht nur attraktiven Wohnraum in der Innenstadt Schweinfurts geschaffen, sondern ein schönes Zeugnis der Schweinfurter Bau- und Stadtentwicklungsgeschichte erhalten. Ein weiterer wichtiger Baustein der Innenstadt- Entwicklung!

 

 

Willkommen daheim!

Die SWG bietet Ihnen mehr als nur ein Dach über dem Kopf!

 


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Bildergalerie:

Der Dachstuhl
Frau OB Griesser bei der feierlichen Einweihung